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Austrian Software Engineer, Medical Scientist & Creative Theorist

Über mich

Als Wiener Kind der Achtziger Jahre litt ich sehr unter der autoritär-repressiven Atmosphäre sowohl daheim als auch außerhalb, sowie unter den Gemeinheiten, die Menschen einander aufgrund von Neid und Missgunst anzutun pflegen. Mein Refugium stellte der Computer dar. Kurz vor meiner Einschulung bekam ich einen Commodore 64 und bald darauf mehrere Videospielkonsolen, unter anderem ein Sega Mega Drive. Ich las regelmäßig Fachzeitschriften und verwendete einen großen Teil meiner Freizeit, Skizzen eigener Spiele anzufertigen. Als ich acht Jahre alt war, brachte ich mir das Programmieren in BASIC bei. Mit elf beherrschte ich auch schon x86 Assembler sowie C und schrieb regelmäßig für die Zeitschriften PC-Heimwerker und Computer Flohmarkt, unter anderem erschien dort mein Kurs für die Programmiersprache QBasic, der auch heute noch in der Wikiversity verlinkt ist. Im darauf folgenden Jahr fing ich mit der Herausgabe meiner eigenen Zeitschrift Hugi an, die sich zum weltweit meistgelesenen Medium über eine bestimmte Computerkunst-Gattung entwickelte und der sogar die Wikipedia eine eigene Seite gewidmet hat. Nach drei Jahren an der Medizinischen Fakultät der Uni Wien betrieb ich parallel zum Medizinstudium ein Studium der Medizinischen Informatik an der TU Wien, absolvierte den Zivildienst und das Masterstudium Computational Intelligence, das mir erlaubte, mich auf jene Dinge zu spezialisieren, die mich damals am meisten interessierten: Algorithmen, Logik und Theoretische Informatik. Als promovierter Mediziner trug ich zu einigen Publikationen über den Zusammenhang von Hormonen, Stress und dem Immunsystem bei. Meinen Lebensunterhalt verdiene ich jetzt als professioneller Software-Entwickler. Unter anderem war ich fünf Jahre lang für die Weiterentwicklung von AnTherm, einem der weltbesten Programmpakete zur thermischen Gebäudesimulation, verantwortlich und habe dafür zahlreiche eigene Algorithmen entwickelt, darunter einen Mesh Voxelizer zum Umwandeln von beliebigen dreidimensionalen Objekten aus CAD-Dateien in Quader.

Meine Berufung sehe ich darin, möglichst viele meiner zahlreichen Ideen für Computerspiel-Projekte umzusetzen.

Was mich geprägt hat

Mein Leben hat so richtig begonnen, als ich kurz vor meinem sechsten Geburtstag stand und demnächst eingeschult werden sollte. Damals schenkte mir mein Vater nämlich einen Commodore 64. Das leitete meine lebenslange Beschäftigung mit Computern ein. Giana Sisters, Cock'in und Tapper gehörten zu meinen liebsten Spielen für diesen Rechner. Noch mehr hat mich allerdings das Sega Mega Drive geprägt, das ich anlässlich des darauf folgendes Weihnachtsfests bekam. Ich war fasziniert, als ich zum ersten Mal Sonic the Hedgehog spielen durfte. Das war eine eigene Welt, die da auf dem Bildschirm simuliert wurde, mit eigenen Regeln und einer unvergleichbaren Ästhetik.

 

Ich bekam zudem einen Nintendo Game Boy, ein Nintendo Entertainment System, ein Super Nintendo Entertainment System und einen Sega Game Gear. Für den Game Boy hatte ich bald eine Sammlung von mehr als dreißig Spielen, von denen ich unter anderem Teenage Mutant Hero Turtles 2, Duck Tales und Tiny Toon Adventures in Erinnerung behalten habe. Das NES habe ich mir eigentlich nur wegen Super Mario Bros. 3 angeschafft, welches ich damals als das ideale Spiel schlechthin betrachtete. Für das SNES war Zelda 3: A Link To The Past eines meiner Lieblingsspiele, später auch Terranigma. Am meisten hat mir aber das Mega Drive Freude bereitet, und ich möchte außer Sonic noch fünf weitere Spiele nennen, die ich besonders gut fand:

Castle of Illusion: Ein absolut liebevoll gestaltetes Jump'n'Run mit Mickey Mouse, wunderschöner Grafik, toller Musik und sehr fantasievoller Levelgestaltung. Alleine die im Spiel herrschende Atmosphäre macht es dieses Spiel wert, immer wieder gespielt zu werden.

  

World of Illusion: Einer der Nachfolger von Castle of Illusion, in dem man wahlweise Mickey Mouse oder Donald Duck spielen kann. Der Spielverlauf ist vom gewählten Charakter abhängig, weil jeder andere Eigenschaften hat. Es gibt sogar einen Zwei-Spieler-Modus, bei dem ein Spieler Mickey und der andere Spieler Donald steuert. Auch dieses Spiel ist sehr fantasie- und liebevoll gemacht.

  

Quackshot: Ein Jump'n'Run mit Donald Duck, bei dem es notwendig ist, selbst herauszufinden, in welcher Reihenfolge die Level absolviert werden müssen. Donald erhält im Verlauf des Spiels zahlreiche Gegenstände, mit deren Hilfe er Rätsel lösen muss.

  

Landstalker: Ein Action Adventure ähnlich Zelda, aber in isometrischer 3D-Perspektive.

  

Shining Force: Diese Serie hat mir von allen Spielen am meisten gefallen. Shining Force 2 war mir lange Zeit mein absolutes Lieblingsspiel. Es handelt sich um rundenbasierte taktische Rollenspiele. Besonders Shining Force 2 bietet sehr viele Möglichkeiten, seine Charaktere zu entwickeln.

  

Bald entwickelte ich Ideen für eigene Computerspiele und fertigte zahlreiche Skizzen auf Papier an. Schließlich wollte ich daran gehen, einige meiner Ideen umzusetzen. Dies führte dazu, dass ich mir im Alter von acht Jahren das Programmieren in BASIC beibrachte. Es dauerte nicht lange, bis ich einige grafisch und musikalisch sehr einfache, aber funktionsfähige Spiele umsetzte, darunter ein Actionspiel namens "The Bad Bat", eine Wirtschaftssimulation sowie zwei Adventure-Spiele, "Tyrwago in Astrein World" und "Die Reise zum Mond". Besonders die Adventure-Spiele kamen bei meinen Bekannten gut an, weil sie sehr humorvoll waren und Spaß machten.

Die Hugi-Zeit

Als ich zehn Jahre alt war, erschien im SEGA Magazin mein erster Artikel. Es handelte sich um ein Review des Spiels "The Story of Thor" für Sega Mega Drive. Offenbar wurde dieser Artikel von der Redaktion ausgewählt, weil ich so originell war, "The Story of Thor" als "Prügelspiel" zu bezeichnen, obwohl es sich offiziell um ein Action Adventure handelte.

Mit elf wurde ich regelmäßiger Autor für den PC-Heimwerker und den Computer Flohmarkt, mit zwölf schließlich Herausgeber meiner eigenen elektronischen Zeitschrift Hugi, die in den darauf folgenden Jahren zum meistgelesenen Medium der internationalen Demoszene werden sollte, einer Community, die sich mit der Erstellung von Kunstwerken mittels Computern beschäftigt. Ich brachte von Hugi 38 reguläre sowie eigene Sonder-Ausgaben heraus, jede Ausgabe enthielt etwa ein Megabyte an Textmaterial. Die meisten Ausgaben wurden zwischen 3000- und 7000-mal aus dem Internet heruntergeladen. Dieser schöne Erfolg führte dazu, dass ich einige Jahre lang an nichts anderes als Hugi dachte. Parallel zur Zeitschrift organisierte ich zudem Programmierwettbewerbe, in denen es darum ging, Assembler-Programme möglichst stark zu optimieren - das Programm mit der kleinsten Executable siegte.

  

Eigene Spiele

Als Erwachsener gestattete ich mir neben dem Studium die Arbeit an mehreren eigenen Spieleprojekten. Zu den innovativsten gehören "Adok's Magic Cube", eine Variante des Zauberwürfels, bei der ich mir besonders Gedanken über die Steuerung des Spiels gemacht habe (und die auch nicht leicht zu implementieren war), und das Educational Game "Adok's Number Maze", das auf einer völlig neuen Idee beruht - mir ist kein Spiel mit vergleichbarem Prinzip bekannt.

 

Am meisten habe ich in die Entwicklung von "Mega Force" investiert, einem rundenbasierten taktischen Rollenspiel im Stile von Shining Force.

Denksport

In meiner Freizeit habe ich auch regelmäßig an Denksportwettbewerben teilgenommen. So habe ich unter anderem 2013 den dritten Platz im von Marco Ripà gestalteten "Equally Normed Numerical Derivation Test" erreicht, in dem es darum ging herauszufinden, welche Zahlenreihen in welcher Reihenfolge miteinander kombiniert worden sind. In der Punktewertung lag ich knapp hinter dem bekannten amerikanischen Denksportler Rick Rosner, welcher Platz zwei belegte. Platz eins erreichte ein indischer Medizinstudent namens Varidh Katiyar. Näheres siehe: Retro-analytical Reasoning IQ tests for the High Range

 

Die Welt, in der wir leben

Ich bin sehr belesen, also kein Ignorant oder ungebildeter Banause. Aber: Das meiste, was man in Büchern lesen kann, hat wenig mit der Realität zu tun. Teilweise liegt das meiner Meinung nach daran, dass die Autoren oft weltfremde Intellektuelle sind, die ihre Ansichten selbst wiederum aus anderer Literatur zusammengeschrieben haben. Teilweise liegt es auch daran, dass bewusst Propaganda betrieben wird und die Texte tendenziös gefärbt sind. Teilweise habe ich jedoch auch den Eindruck, dass die Autoren, vor allem von Ratgebern, von ihrem eigenen Lebensweg ausgehen und glauben, was für sie funktioniert hat, würde für alle funktionieren.

Die Welt leidet daran, dass Menschen versuchen, einander ihre Meinung aufzuzwingen und einander vorzuschreiben, wie man sein Leben zu führen habe. Ich bin der Meinung, dass jeder Mensch nur einmal lebt und es sein natürliches Bestreben sein sollte, sein Leben so zu führen, wie es ihm recht ist. Wenn Menschen lediglich anderen Menschen als Mittel zum Zweck dienen sollen, steht das der Selbstverwirklichung im Wege. Aus diesem Grund lehne ich Zwangsmaßnahmen wie Schulpflicht oder Wehrpflicht ab. Mein Ideal ist eine Welt, in der es keine Politik gibt.

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