Antimarxistische Psychotherapie

Marxismus - Grundlagen und Kritik

Als sich im 19. Jahrhundert in den Städten eine Industriearbeiterschicht herausbildete, machten sich verschiedene Theoretiker Gedanken darüber, wie man Politik im Interesse der Arbeiterschaft betreiben könnte. Karl Marx war von allen der radikalste Denker, und das wird auch der Grund sein, warum sich die meisten Politiker an seiner Variante des Sozialismus orientiert haben.

Nach Marx bedeutet Sozialismus zweierlei:

1. Sozialismus ist eine Regierungsform, in der das Proletariat die Herrschaft ausübt ("Diktatur des Proletariats").

2. Sozialismus ist eine Gesellschaftsform, in der es kein Privateigentum an Produktionsmitteln gibt. Das heißt: Alle Unternehmen sind in staatlicher Hand.

Marx betrachtete den Sozialismus als eine Vorstufe zum Kommunismus. Während im Sozialismus jeder verpflichtet ist, nach seinen Fähigkeiten zu arbeiten, und nach seiner Leistung bezahlt wird, wird im Kommunismus jeder nach seinen Bedürfnissen entlohnt.

Warum Marxismus abzulehnen ist

Die Grundidee von Karl Marx war keineswegs, die Welt zu verbessern. Im Gegenteil: Er wollte, dass es allen gleich schlecht geht. Diese Idee allein ist es schon wert, abgelehnt zu werden.

Warum Sozialismus zu Millionen Toten führt

Sozialismus ist der Versuch, durch staatliche Eingriffe in die Wirtschaft und das gesellschaftliche Geschehen gewisse unschöne Aspekte des natürlichen Verlaufs der Dinge abzumildern oder gar zu beseitigen. Dass hierzu aber der Staat als Hauptinstrument verwendet wird, offenbart bereits die Schwäche des Sozialismus. Der Staat ist ja nichts anderes als ein Herrschaftssystem, das auf Gewaltandrohung beruht. Will ein Gewaltherrscher ernst genommen werden, so darf er zudem nicht davor zurückschrecken, bei Zuwiderhandlung gegen die von ihm festgelegten Regeln die Konsequenzen zu ziehen, also Gewalt anzuwenden. Das ist der Grund, warum Sozialismus jedes Mal, wenn er in einem Land implementiert worden ist, zu Tausenden, wenn nicht gar Millionen von Toten geführt hat und auch in Zukunft führen wird, sollte erneut ein solcher Versuch unternommen werden.

Kommunismus ist Staatskapitalismus

Kommunismus ist im Prinzip nichts anderes als Staatskapitalismus. Damit weist der Kommunismus sämtliche der bekannten Problematiken auf, die mit dem Kapitalismus an sich vergesellschaftet sind, und zudem den gewaltigen Nachteil, dass es einen Monopolisten gibt, nämlich den Staat. Kommunismus ist somit keinesfalls eine Alternative zu einem marktwirtschaftlichen System.

Mises' Kritik am Marxismus

In seinem Hauptwerk "Nationalökonomie - Theorie des Handelns und Wirtschaftens" (1940 erschienen, aber nach wie vor aktuell) widmet der österreichische Gelehrte Ludwig von Mises ein Kapitel dem Thema "Polylogismus". Gemeint ist die Behauptung, es gäbe keine der Menschheit innewohnende universelle Logik, sondern vielmehr viele verschiedene Logiken, die bestimmten Bevölkerungsgruppen eigen wären. Die These vom Polylogismus wurde sowohl von Marxisten als auch von Nationalsozialisten propagiert. Die Marxisten meinten, Logik wäre klassenspezifisch, und die Nationalsozialisten meinten, sie wäre rassenspezifisch. Mises ist hingegen der Meinung, alle Menschen würden prinzipiell nach den gleichen Mustern denken und nach den gleichen Mustern handeln; Unterschiede gäbe es nur insofern, als sich manchen Menschen vielleicht nicht alle denkbaren Gedankengänge erschließen würden.

Der Marxismus ist laut Mises deswegen absurd, weil man vom Standpunkt des Marxisten "alles widerlegen und nichts beweisen" könne. Denn aus marxistischer Perspektive müsste der Marxismus eigentlich selbst als eine Form bürgerlicher Logik betrachtet werden. Und damit würde er sich ad absurdum führen.

Sozialismus und die Bedeutung der Religion

Es könnte sein, dass es bei Fortschreiten der Säkularisierung in Westeuropa für künftige Generationen immer schwieriger werden wird, das Phänomen des real existierenden Sozialismus im ehemaligen Ostblock zu verstehen.

Osteuropa war jahrhundertelang christlich geprägt. Die herrschenden Aristokraten nutzten den Glauben, um ihre Herrschaft zu legitimieren. Revolutionären wie Lenin war klar, dass sie nur eine Chance auf Erfolg hätten, wenn sie im Besitz einer Ersatzreligion wären, die das Christentum ablösen könnte. Der Marxismus wurde zu dieser Ersatzreligion. Eben weil der Marxismus im Ostblock quasi die Rolle des Christentums einnahm, war es dort unter Strafe verboten, Äußerungen anzuzweifeln, die von Marx, Engels oder Lenin stammten, selbst wenn diese noch so dumm und unüberlegt gewesen sein mochten.

Dass sich die 68er Bewegung ebenfalls dem Marxismus zuwandte, mag darauf zurückzuführen sein, dass selbst 1968 Religion in Westeuropa noch eine große Rolle spielte.

Möglicherweise wird die Säkularisierung aufgrund des zunehmenden Bevölkerungsanteils der Muslime langfristig gesehen irgendwann ein Ende haben.

Dipl.-Ing. Dr. med. univ. Claus Volko


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